Christliches Hilfswerk Oberkirch e.V.
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Nur Hilfe zur Selbsthilfe ist eine wirklich sinnvolle Art zu helfen, da nur sie die Nachhaltigkeit gewährleistet.

Der Spruch aus der Bibel “Gebt den Menschen keine Fische, sondern lehrt sie das Fischen“ macht deutlich, mit welchem Anspruch das Christliche Hilfswerk Oberkirch arbeitet.

 

Die Menschen in den Favelas in Brasilien sind unvorstellbar arm, das kann man sich nicht annähernd vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat. Um diese Menschen zu erreichen und ihr Vertrauen zu gewinnen, müssen erst einmal grundlegende Bedürfnisse gestillt werden. Mit einem Menschen, der am Verhungern ist, kann man nicht über Schule oder Arbeit sprechen, jeder kämpft ums Überleben. Die Beschaffungskriminalität ist oft die einzige Überlebenschance. Erst wenn man diesen Menschen etwas zu Essen gibt, sie einmal oder zweimal in der Woche eine nahrhafte Mahlzeit bekommen, ist eine Ansprache möglich – die Beschaffungskriminalität geht dadurch ganz erheblich zurück.


Den Gemeinschaftsinn zu entwickeln, ist die nächste Hürde. Man muss den Menschen den Vorteil von gemeinschaftlichem Handeln und Denken aufzeigen. Dies wird durch die Gottesdienste vermittelt und die zweimal wöchentliche Speisung. Die Kombination aus beiden Maßnahmen stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung dar.

 

Professor Dr. Spitzner hat genau diesen Weg gewählt, um wirkliche Hilfe zu ermöglichen. Er hat vor Ort geschaut, wie er den Menschen helfen kann und hat dann angefangen, all diese Maßnahmen in die Wege zu leiten. Er hat sein privates Geld und nach Gründung des Hilfswerks zusätzlich die Spenden dazu verwendet, die ersten Hilfsmaßnahmen zu treffen. Diese reichten von einfachen Speisungen über den Brunnenbau, damit den Menschen sauberes Trinkwasser zur Verfügung stand, bis hin zum Kirchenbau. Er hat die Pastoren vor Ort wachgerüttelt, diese in die Favelas (Slums) geführt, die Mißstände dort aufgezeigt. Mit den Pastoren hat er Lösungen erarbeitet, diese in die Tat umgesetzt und die weiteren Schritte überwacht.

 

Durch die Gründung des Christlichen Hilfswerks Oberkirch und die daraus entstandenen Patenschaften und Spendengelder wurden bessere Ernährung und Beschulung der Kinder möglich. Die ärztliche und zahnärztliche Versorgung, Ausbildung und Arbeitsbeschaffung gehörten zu den weiteren Initiativen des Christlichen Hilfswerks Oberkirch.

 

Herr Professor Dr. Spitzner reiste mehrmals jährlich nach Brasilien, um nach dem Rechten zu sehen und zu kontrollieren, ob die Gelder sinnvoll eingesetzt wurden. Durch seinen Gemeindestrukturaufbau hat er vielen Menschen eine lebenswerte Zukunft ermöglicht – über 13 funktionierende Gemeinden in der Obhut ihrer Pastoren in die Selbständigkeit entlassen. Das Christliche Hilfswerk Oberkirch wurde seit der Gründung durch seine Frau Karin Spitzner geleitet und gemanagt.